Beyond #frauenzählen

© Diversity Arts Culture, Illustration: Lena Deser
„‚Wie kommt es, dass der Literaturbetrieb in Deutschland aus einer homogenen Masse besteht?‘, könnte eine selbstkritische Frage sein, die man sich stellte, würde einem die Homogenität auffallen. Auf der Bühne scheint zumindest seit den letzten Jahren die Homogenität aufgebrochen worden zu sein, aber hinter der Bühne werkeln immer noch ähnliche Akteure wie vor zwanzig und dreißig Jahren.“ Karosh Taha

Initiativen wie #frauenzählen und Debatten um #metoo an Literaturinstituten haben in den letzten Jahren Sexismus und fehlende Repräsentation von Frauen im Literaturbetrieb sichtbar gemacht. Dennoch ist der Literaturbetrieb wenig divers und die Strukturen ausschließend, insbesondere für Kulturschaffende, die mehr als einer Diskriminierungsform ausgesetzt sind.
Im Workshop wird es darum gehen, die eigenen Ressourcen zu analysieren: Welchen Gestaltungsspielraum habe ich, um konkrete Veränderungen anzuregen und umzusetzen? An welchen Stellen können Strukturen verändert werden, um zu mehr Chancengerechtigkeit beizutragen? Wie sieht eine diskriminierungskritische Praxis in meiner Arbeit aus?

Diversity Arts Culture ist die Konzeptions- und Beratungsstelle für Diversitätsentwicklung im Berliner Kulturbetrieb. Das Projektbüro wurde 2017 von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa eingerichtet, um einen diversitätsorientierten Strukturwandel im Berliner Kulturbetrieb anzuregen und zu fördern. Zu seinen Aufgaben zählen die Beratung von Kultureinrichtungen und der Kulturverwaltung zu Diversitätsfragen. Das Projektbüro entwickelt Antidiskriminierungs- und Weiterbildungsworkshops für Kulturschaffende sowie Empowermentangebote für marginalisierte Künstler*innen. Außerdem beauftragt es die Erhebung von Gleichstellungsdaten, die den Handlungsbedarf im Kulturbetrieb aufzeigen.