#Sexismus:

Ein Austausch mit Pro Quote Film

mit Barbara Rohm

Sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch – Wo beginnt sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und wie finde ich Sicherheit im Umgang mit unklaren Situationen? 

Sexismus, sexuelle Belästigung und Gewalt: Damit sind Kulturschaffende täglich konfrontiert und dennoch liegt ein großes Schweigen über diesem Thema.
In dem Workshop werfen wir einen Blick auf die Fragen: Wann spricht man von sexueller Belästigung und warum spielt der angemessene Umgang damit am Arbeitsplatz eine so wichtige Rolle? Wie befördert unsere Arbeitskultur Machtmissbrauch und was brauchen Betroffene, um ihr Schweigen zu brechen? Wie arbeitet die Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt und wie kann sie Betroffene unterstützen?
Im weiteren Verlauf möchten wir miteinander ins Gespräch darüber kommen, welche Ideen aus der Praxis den Anstoß geben, um im eigenen Arbeitsumfeld ein respektvolles, gewaltfreies Miteinander zu befördern. Und was können wir alle solidarisch unternehmen?

Barbara Rohm

Regisseurin und Fotografin sowie Mitbegründerin und Vorstandsvorsitzende von Pro Quote Film. 

Ihr Einsatz für Pro Quote Film gilt der Stärkung der Rechte von Frauen und der Bewusstseinsbildung für die mangelnde Diversität in der Medienbranche und den in den Strukturen verankerten Sexismus, mit all seinen negativen Folgen für die Kultur unseres Landes. In der aufkommenden #Metoo Debatte hat sie die darin liegende Chance ergriffen und die Gründung der Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt mitinitiiert und sie aufgebaut. Die externe und überbetriebliche Beschwerdestelle berät und begleitet Betroffene auf ihrem schwierigen Weg das Schweigen zu brechen, dass über dem vor allem für Frauen sehr existentiellen Thema liegt.


Pro Quote Film

„Mehr Frauen vor und hinter der Kamera!“ Das fordern filmschaffende Frauen aller Gewerke, die sich unter dem Dach von Pro Quote Film gegen den strukturellen Sexismus der Medienbranche organisiert haben. Gleichstellung und Diversität sind die Schwerpunkte in der Arbeit der Initiative. Unter anderem fordert Pro Quote Film von Fernsehsendern, Förderinstitutionen und Filmhochschulen, den Anteil weiblicher Filmschaffender auf 50 Prozent zu erhöhen. Nur 15 Prozent aller Filme werden von Frauen realisiert und lediglich 10 Prozent der bundesweiten Filmförderung fließen in Projekte von Frauen. Zu den Forderungen zählen auch die Überwindung des Gender Pay Gaps und keine sexistischen Darstellungen.