Sieht man doch! – Mit Schrift Ideen vermitteln

Schrift in und auf Büchern hat unterschiedliche Aufgaben. Im Buch dient sie vor allem der Lesbarkeit und vermittelt unauffällig den Inhalt des Texts. Auf dem Cover dagegen springt sie ins Auge, weckt Aufmerksamkeit und verschafft auf einen Blick eine Idee vom Inhalt. Das funktioniert, weil selbst Menschen, die gar nichts über Gestaltung wissen, ein Bauchgefühl zu Schrift haben und ahnen, dass eine elegante Schreibschrift nicht auf einen Thriller hindeutet. Diese Sehgewohnheiten mache ich mir in meiner Arbeit als Lettering-Designerin zunutze, wenn ich individuelle Schrift für Buchcover, Logos oder Wände entwerfe. Ich gestalte Buchstaben gezielt so, dass sie bestimmte Assoziationen wecken und Stimmungen hervorrufen. Wie das geht, zeige ich in diesem Mitmach-Vortrag mit vielen Beispielen und Übungen zum Ausprobieren.

Chris Campe

Chris Campe ist Designerin und Autorin in Hamburg. Mit ihrem Büro All Things Letters ist sie auf individuelle Schrift spezialisiert und gestaltet für Verlage, Agenturen und Unternehmen alles mit Buchstaben: Bücher, Cover, Logos, Illustrationen, Wände und Schaufenster.
(Foto: Juliane Kownatzki)